Begegnung und Achtsamkeit - Mehrtagestour mit Yoga (Kooperations-Tour mit der Sektion Tübingen)

Freitag, 01.09.2023 - 05.09.2023

Kreuzeck-Gruppe zwischen Mölltal und Drautal, von Ost-Tirol nach Kärnten (Wanderkarte 225 von freytag&berndt)

04.03.2023

Der Kreuzeck-Höhenweg in den südlichen Hohen Tauern ist ein wenig begangenes Kleinod, dass durchgehend tolle Ausblicke, kristallklare Bergseen und charmante, urtümliche Hütten bietet. Zur Entspannung können wir dort Yoga praktizieren.

Die Kreuzeckgruppe steht aufgrund fehlender 3.000er und geringerer klettertechnischer Ansprüche im Schatten der übrigen Hohen Tauern. Auf diese Weise konnten sich hier kleine und urtümliche Alpenvereinshütten, die familiär und ohne Gewinn an erster Stelle geführt werden, erhalten.

Obwohl sie sich stark unterscheiden, sind alle vier Hütten von erlesener Qualität. Ebenso erlesen ist die weitgehend wilde und oft nicht ersichtlich von Menschen geprägte Natur entlang des Höhenwegs, der immer auf oder nah dem Hauptkamm der Kreuzeckgruppe von dessen West- bis zum Ostende verläuft und lediglich den nördlich gelegenen Nebenkamm des Polinik, des höchsten Gipfels, auslässt. Bei dieser Variante beginnen und enden wir an gut angebundenen Bahnsteigen, wodurch besonders die erste und letzte Etappe vom klassischen Verlauf abweichen, und insgesamt mehr Höhenmeter überwunden werden müssen. Unterwegs sind lohnende Gipfel nahe der Route aufgenommen, die nach Belieben auch ausgelassen werden können.

Tag 1: Anfahrt nach Dölsach, Aufstieg zum Anna-Schutzhaus, 4h, 1350 Hm , 9 km

Tag 2: zur Hugo-Gerbers-Hütte, 7h30, 1100 Hm hinauf, 750 Hm runter, 13,5 km

Tag 3: zur Feldnerhütte, 7h30, 950 Hm hinauf, 1100 Hm runter , 11,5 km

Tag 4: zur Salzkofelhütte, 8h, 1200 Hm hinauf, 1400 Hm runter , 15,5 km

Tag 5: zum (Salzkofel und) Bahnhof Möllbrücke-Sachenburg: 5h (6h), (500Hm hinauf), 1450Hm (1950 Hm) runter , 11,4 km (14,5 km)

 

Schwierigkeitsgrade (DAV-Bergwegeklassifikation): T2 bis T4

Voraussetzungen:

sehr gute Kondition und Kraft für mehrer Tage (obligatorisch, Interessent*inen die ich noch nicht kenne sollten idealwerweise vorher mal auf einer Tour mit mir gelaufen sein), Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unbedingt erforderlich; feste Wanderschuhe, Stöcke (faltbar/komprimierbar), Biwacksack für 2 Personen (jede:r obligatorisch), Erste-Hilfe-Set (jede:r obligatorisch), angemessene (Wechsel-) Kleidung für mehrere Tage wandern, Sonnenschutz und Regenschutz, Hüttenschlafsack, Hüttenschuhe, sozialverträgliche Ausstattung mit Hygieneartikeln nach eigenem Ermessen :-) 

Maximale Teilnehmerzahl: 6 (+1 Hospitant*in = DAV PAN Tourenleiter*in)

Dies ist eine Tour in Kooperation mit guten Freunden der DAV-Sektion Tübingen (Tourenleiterin Katharina Sigler), die wir mit einer Wandergruppe der gleichen Personenstärke in Dölsach treffen und gemeinsam durch die Kreuzeckgruppe wandern werden. Zeigen wir der Welt, dass "Nachbarschaft" so viel besser geht als wir es dieser Tage miterleben müssen und tun wir ein bisschen was für die "Völkerverständigung" zwischen dem Schwabenländle und Niederbayern. ;-)

 

Ein Hinweis zum Thema Biwacksack, weil die Frage in diesem wie im letzten Jahr bei jeder Tour immer wieder aufkommt:

Laut aktueller DAV-Lehrmeinung ist der Biwaksack ein verpflichtender Ausrüstungsgegenstand, somit auch ein Haftungsthema für Eure Tourenleiter*innen falls auf Tour etwas passiert und eine Notsituation oder die Folgen daraus durch einen Biwaksack hätten verhindert werden können. Die Empfehlung lautet, für alle die noch keinen Biwaksack besitzen, einen 2-Personen Biwaksack anzuschaffen, weil mit diesem eine verletzte Person vor dem Auskühlen geschützt werden kann (eine weitere Person geht als "Heizkörper" mit in den Sack), unangenehme oder kritische Wetterumschwünge mit gegenseitigem Wärmen angenehmer oder sicherer "ausgesessen" werden können (schon mal auf oberhalb 3000 m bei guter Witterung urplötzlich eingeschneit worden?)  und mit einem Biwaksack in dieser Größe sehr gut eine behelfsmäßige Trage für den Transport von Verletzten gebaut werden kann. Wer sich für eine robuste Version aus strapzierfähigem Gewebe und nicht für eine der "ultralite"-Varianten (eher für einmaligen Gebrauch, ausreichend für den Notfall, aber danach mit Sicherheit nicht mehr zu gebrauchen) kann den Biwacksack zudem auch als Sitzkissen nutzen (der Hersteller "Pieps" bietet sogar eine Konstruktion an, die sich zu einem Sitzkissen ausklappen lässt). Da viele Personen irgendeine Form von Sitzunterlage dabei haben, wäre der Biwaksack damit nicht nur eine Notfallvorsorge die man hoffentlich nie braucht sondern sogar die funktionale Aufwertung durch Ersatz eines ohnehin bereits mitgeschleppten Gebrauchsgegenstands. Der Biwaksack ist nicht nur dafür gedacht um geplant oder unfreiwillig eine Nacht draußen zu verbringen sondern gehört selbst bei Tagestouren in absolut jeden Wanderrucksack, weil er ermöglicht bedrohliche Situationen entscheidend zu entschärfen und Leben rettet!

Silvan Straßer, +49 - 160 - 98 51 19 77,

T4 (Schwere Bergwege (schwarz) = Alpinwandern)

siehe oben im Haupttext zu persönlichen Voraussetzungen und verpflichtender Ausrüstung

Dölsach (Lienz, Osttirol) / Bahnhof Möllbrücke

tägl. bis 8h

tägl. bis 1.500 Hm hinauf und bis 2.000 Hm runter / tägl. bis 16km

6 Personen

Bahnhof Pfarrkirchen (Anreise mit dem Zug beabsichtigt, Abfahrt voraussichtlich um 07:30)

06:00 Uhr

Bahnkosten, Übernachtungskosten für vier Berghütten (an genügend Bargeld denken!)