Berichte
Samstag, 08.08.2026 - 09.08.2026
Stoder Dolomitensteig und Gamsspitz
Tourenleitung / Ansprechpartner: Alois Dicklberger

Eine Vierergruppe der Sektion Pfarrkirchen des Deutschen Alpenvereins unternahm am 8. August unter Leitung von Wanderleiter Alois Dicklberger eine Wochenendtour ins Tote Gebirge. Ausgangs- und Übernachtungsort war Baumschlagerreith am Ende des Steyr-Tales.
Am ersten Tag stand der Stoderer Dolomitensteig auf dem Programm. Zunächst führte die Route leicht ansteigend über einen Wirtschaftsweg, anschließend auf einem Pfad entlang des Bachs im Hochsteingraben. Über den zunehmend steiler werdenden Weg erreichte die Gruppe den Hagstein, die Hochsteinalm und die Lägerhütte. Nach einem weiteren halben Kilometer begann der Einstieg in den Stoderer Dolomitensteig. Der teils seilversicherte Steig führte durch felsiges Gelände, über eine Gumpenkaskade und anschließend durch bewaldetes, stellenweise ausgesetztes Gelände. Eine lange und anstrengende Schuttrinne leitete schließlich den Abstieg zurück in Richtung Baumschlagerreith ein.
Vor dem Abendessen blieb noch Zeit für einen Abstecher zum Schiederweiher. Der idyllisch gelegene See wurde 2018 bei einem TV-Publikumsvoting des ORF als schönster Ort Österreichs ausgezeichnet.
Bei strahlend blauem Himmel startete die Gruppe am zweiten Tag zur Tour auf den Gamsspitz. Zunächst folgte sie der Abstiegsroute des Vortages, verließ diese nach etwa einer Stunde in Richtung Poppenalm und stieg anschließend über den Salzsteig durch lichten Wald weiter auf. In einer steilen Schlucht begann ein anspruchsvoller, häufig seilversicherter Steig, der bis zum Salzsteigjoch führte. Von dort ging es zunächst auf unmarkiertem Weg, später weglos mit leichter Kletterei zum Ostgipfel des Gamsspitz. Bereits von dort war der rund 500 Meter entfernte Hauptgipfel des Gamsspitz mit 2.057 Metern gut zu sehen.
Nach kurzer Rast stieg die Gruppe zunächst entlang der Aufstiegsspur ab, wählte vom Ostgipfel jedoch eine flachere Variante. Durch enge Latschengassen erreichte sie den Weg durch das Steigtal, der zurück zum Salzsteigjoch führte. Der weitere Abstieg erfolgte auf derselben Route wie der Aufstieg. Auf dem Rückweg konnte noch der Steyr-Ursprung besichtigt werden, bevor die Gruppe nach einer kurzen Einkehr im Gasthaus Baumschlagerreith die Heimreise antraten.