Berichte
Freitag, 24.07.2026 - 26.07.2026
Ramolkogel, 3550 m
Tourenleitung / Ansprechpartner: Franz Baumgartner

Alpenverein Pfarrkirchen in den Ötztaler Alpen.
Im hintersten Teil der Ötztaler Berge unternahmen 4 Bergsteiger Hochtouren unter Leitung von Tourenguide Franz Baumgartner. Bei strahlendem Sonnenschein startete die Gruppe von Obergurgl den Aufstieg, anfangs den Serpentinen folgend, später weit ausholend am Hang des Ramolstockes durch Wollgras schweifte der Blick immer wieder zu den Resten des Gurgler Ferners. Das auf einem Felssporn gebaute Ramolhaus als Tagesziel konnte früh ausgemacht werden. An der Sonnenterasse angekommen mit 3006 Meter Höhe über den Wolken lässt sich der Ausblick besonders genießen.
Der nächste Tag brachte mit dem zeitigem Aufbruch 2 Gipfelerfolge. Hinter der Hütte ging es den schwach sichtbaren Wegspuren folgend über Schutt- und Geröllflächen, einem Gletschersee vorbei, später den steilen Blankeisaufschwung des Ramolferners überwindend an die Fels- und Schutthänge des Hinteren Ramolkogels mit 3428 Meter. Für das letzte Teilstück überkletterte die Gruppe den Ostgrat zu dem Gipfel hoch. Am höchsten Punkt angekommen bot sich den Alpinisten ein 360 Grad Panorama. Im Abstieg kletterte man über den Westgrat als Überschreitung des Berges runter ehe über das Eisfeld weiter abgestiegen wurde. Dem felsigen Übergang nach Vent stiegen die Alpinisten als nächsten Anstieg nochmals hoch. Dieses Teilstück ist zu einem Klettersteig mit Trittstufen und Seilversicherung bestens ausgebaut. Der kompakte Fels des Nordgrates auf dem Spiegelkogel forderte nochmals leichte Kletterei. Am Gipfel des 3426 Meter hohen Berges angekommen bot sich ebenfalls eine herrliche Gipfelfernsicht, jedoch durch die Wolken aus Südwesten stieg die Gruppe rasch über den Grat zur Unterkunft wieder ab.
Nach einem ausgiebigen Frühstück am letzten Tag stiegen die Bergsteiger über dem bekannten Zustiegsweg zum Ausgangspunkt Obergurgel ab. Dabei konnte eine Murmeltierfamilie am Wegesrand bewundert werden. Die possierlichen Tiere zeigten beim Vorbei gehen keinerlei Scheu. Die Bergsteiger wurden mit bestem Bergwetter im jeweiligen Tagesverlauf belohnt.